Als wir einholten Sam ReynoldsDas Gespräch verlagerte sich schnell von Tricks und Trails zu einem ebenso anspruchsvollen Thema: dem Spagat zwischen dem Leben als professioneller Fahrer, hauptberuflicher YouTube-Creator und Vater von zwei Kindern.

„Es ist sicherlich nicht einfach, Profi-Rennfahrer mit zwei Kindern zu sein.“
Jahrelang drehte sich sein Terminkalender um Reisen zu Veranstaltungen, Filmprojekte und Trainingseinheiten, wann immer es ging. Er liebt diese Welt nach wie vor, doch die Vaterschaft hat sein Leben grundlegend verändert.
„Das Beste an dem Job war früher das Reisen“, erzählt uns Sam. „Neue Orte, neue Wege, tolle Leute und große Shootings. Jetzt ist genau das oft das Schwierigste. Die Familie zu Hause zu lassen, ist nie einfach.“

Heutzutage versucht er, seine Reisen so kurz wie möglich zu halten. Hinfliegen, drehen oder Rennen fahren und direkt wieder los. Das bedeutet meist frühes Aufstehen, lange Tage und wenig Freizeit, aber für Sam ist es ein Tausch, den er gerne eingeht, wenn er dadurch früher wieder zu Hause ist.
„Während andere abends entspannen, sitze ich normalerweise wieder am Laptop und bearbeite Clips oder arbeite an YouTube-Videos“, lacht er. „Nach einem anstrengenden Tag auf dem Rad ist man ganz schön gefordert, aber genau das liebe ich daran. Ich würde es gegen nichts eintauschen. Ein bisschen mehr Schlaf wäre aber mal ganz nett!“
Das Familienleben bringt noch eine zusätzliche Belastung in den ohnehin schon vollen Terminkalender. Wenn Sam zu Hause ist, bemüht er sich bewusst, wirklich da zu sein. Schulweg, Gutenachtgeschichten, Lego auf dem Wohnzimmerboden und kurze Spritztouren die Auffahrt hinauf – all das hat Priorität.
„Das bedeutet, dass ich manchmal früh morgens oder spät abends trainieren muss. Es ist ein Balanceakt, aber ein guter.“
Von außen betrachtet wirken professionelles Fahren und Content-Erstellung mühelos. Fertige Videos, Highlight-Reels und exotische Drehorte zeigen selten die Planung hinter den Kulissen. Sam macht schnell deutlich, wie die Realität aussieht.
„Es gibt viel zu organisieren, einzupacken und wieder einzupacken, zu Flughäfen zu hetzen, in Zügen E-Mails zu beantworten und zu bearbeiten, bis einem die Augen wehtun. Wenn dann noch zwei Kinder dazukommen, wird es zum organisierten Chaos.“
Dennoch wollte er es nicht tauschen.

Sam schätzt sich glücklich, seinen Lebensunterhalt mit Radfahren zu verdienen, Inhalte zu produzieren, auf die er stolz ist, und abends zu seiner Familie zurückzukehren, die ihm Halt gibt. Manchmal scheint alles auf einmal über ihn hereinzubrechen. An anderen Tagen ist er ruhiger und hat alles besser im Griff. So oder so, er passt sich immer wieder an.
„Vorerst werde ich weiterhin Reisen unternehmen, Projekte verfolgen, bis spät in die Nacht Videos bearbeiten und versuchen, der beste Fahrer, Künstler und Vater zu sein, der ich sein kann“, sagt er. „Und hoffentlich… kann ich irgendwann auch mal wieder etwas Schlaf nachholen.“